JULIA STRÖMLAND

2021
Koks, Anthrazit, Kohlenstaub und Zement
300 x 110 x 7 cm

Koks4

Der auf den Boden der Zechenwerkstatt Lohberg gegossene Stein besteht aus Material, das früher am Standort abgebaut wurde. In einem 3 Meter hohen Monolithen sind verschiedene Kohlesorten kombiniert und konserviert. Der Stein, der mal flüssig und mal fest erscheint, zeigt den Entstehungsprozess des gegossenen Materials; eine Transformation und ein Archiv zugleich. Spuren in der Oberfläche, auf der er gegossen wurde, wurden „versteinert“ und machen die Zeichen der historischen Nutzung des Ortes sichtbar, die so nicht mehr vorhanden ist. Die Skulptur ist ein gigantisches Gefäß, das sowohl vergangene als auch zukünftige Erzählungen trägt.




Julia Strömland:

Julia Strömland ist eine schwedische Architektin, die mit den Mitteln künstlerischer Forschung Räume und deren Wirkung erforscht. Sie studierte Kunstgeschichte an der Uppsala University sowie Architektur und Political Architecture in Kopenhagen und Montreal. Besonders haben es ihr Zelte und das Material Beton angetan. In ihren Skulpturen untersucht sie die Übergänge zwischen dem Flüchtigen und dem, was beständig ist und zwischen Vergangenheit und Zukunft. Julia Strömland lebt und arbeitet derzeit in Rotterdam.



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